Treffen der Verantwortlichen der Familienbewegung auf Berg Nazareth am 3.- 4. Februar 2024

Monika Arndt. „Lohnt es sich, für dieses kurze Treffen viereinhalb Stunden nach Schönstatt zu fahren?“ So hat sich im Vorfeld wohl nicht nur eine Teilnehmerin des sogenannten „Gipfeltreffens“ gefragt… Die einhellige Antwort am Sonntagmittag lautet: Ja, es lohnt sich!

Geschenkt: Das WIR

Inzwischen ist es bewährte Tradition, dass sich zu Beginn des Jahres die Leitungen der drei Familiengliederungen – Institut der Schönstattfamilien, Familienbund und Familienliga –zusammenfinden – „an der Homebase“ sozusagen, wie Pater Güthlein in seiner Predigt am Sonntag formulierte. Das Treffen sei ja weit mehr als eine „formelle Sitzung“, stellte Pater Güthlein, der zum ersten Mal dabei war, überrascht fest. Vielmehr gehe es um Begegnung und Austausch, um einen gemeinsamen Blick in die Zukunft und auf anstehende Projekte der Familienbewegung, um die Bündelung der Kräfte und Stärkung des WIR, ja sogar um „Befreundung“.

Vieles kann man im Vorfeld vorbereiten, eine Tagesordnung, einen Impuls, wichtige Infos, doch das Wesentliche lässt sich nicht machen: die Atmosphäre, die Herzlichkeit und Offenheit, das Wohlwollen, der Geist, der das Treffen bestimmt. „Dazu hat sicher die Gottesmutter persönlich beigetragen,“ meinte einer der Teilnehmer. „Bei unserem Start und dem klangvollen Gesang im Heiligtum der Familien habe ich sie lächeln gesehen…“

Das WIR bewegt.

Nach einer persönlichen Ankommrunde und dem Blick auf Aktuelles aus den Gliederungen ging es im weiteren Verlauf des Nachmittags um das anstehende Familienfestival am 25./26. Mai 2024, für das die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Zum ersten Mal wird es dabei auch ein Podium geben, in dem sich Mitglieder der drei Familiengliederungen den Fragen eines jungen Ehepaares stellen, das sich für das Profil der einzelnen Gemeinschaften interessiert. Anschließend wird es die Möglichkeit zur Begegnung und zum Gespräch mit den Podiumsteilnehmern geben.

Der Zukunftsprozess der Familienbewegung, der beim Gipfeltreffen im Jahr 2023 initiiert und beschlossen wurde, war in weiteres Thema des Nachmittags. Inzwischen hat sich ein Kernteam gebildet, das aus den Ehepaaren Manuela und Peter Miller (Familienbewegung), Pia und Siegfried Schlosser (Familienbund) und Ulrike und Edwin Bertrand ( Institut der Schönstattfamilien) sowie Pater Güthlein und Sr. Louise besteht. Die ersten Unterteams wurden gebildet, ein Treffen derer, die sich um Ehevorbereitung kümmern, steht an. Eine Veranstaltungsstrategie, ein Schulungskonzept für leitende Ehepaare, Möglichkeiten der Finanzierung und die spirituelle Grundlegung des Prozesses sind weitere zentrale Aspekte.

Am Abend hatten wir Ulrich und Maria Wolff als Geschäftsführende des Hauses der Familie eingeladen, uns von den neuesten Entwicklungen rund um Haus und Heiligtum auf Berg Nazareth zu berichten. Sie stellten ermutigende Entwicklungen dar: den beträchtlichen Erfolg der Entschuldungsaktion, die gute Hausleitung und das Belegschaftsteam, die deutlich gestiegenen Besucherzahlen internationaler Pilger im Heiligtum der Familien, das Netz der Hausheiligtümer. „Das Heiligtum der Familien ist nicht irgendein Nebenheiligtum, sondern Teil des Urheiligtums - konkretisiert für die Familien“, so Maria Wolff. „Hier will die Gottesmutter speziell den Familien nahe sein, hier sind die Hausheiligtümer vernetzt und ist eine besondere Gnadenwirksamkeit erlebbar.“ Die Frage, die sich uns allen stellt, ist: Glauben wir daran? Wenn ja, dann lassen sich auch die zahlreichen Herausforderungen bewältigen, die ebenfalls aufgezeigt wurden: die Notwendigkeit verschiedener Sanierungsmaßnahmen (Dach, Heizung, PV-Anlage, Bäder), allgemeiner Rückgang in der Belegung der Häuser, weniger ehrenamtliche Kräfte, …

Sowohl im Austausch am Abend wie in der Feedbackrunde am Sonntagmorgen, wurde uns erneut deutlich, dass wir menschlich gesehen und nur mit dem Verstand betrachtet, die zahlreichen offenen Fragen im Blick auf Berg Nazareth und die Zukunft der Familienbewegung insgesamt nicht beantworten können. Der Knoten bleibt. Wenn wir jedoch auf unseren Gründer schauen, dann wird uns klar, wir ER in solchen Fällen handelte: Er setzte alles auf eine Karte. Auf die Karte VERTRAUEN: Die Gottesmutter sorgt. So überlebte er nicht nur Dachau sondern meisterte alle Herausforderungen seines Lebens. Deshalb fassten wir den Entschluss es ihm gleichzutun, es zumindest zu üben, wie er alles auf die eine Karte zu setzen. Ab sofort erinnern und ermutigen wir uns mehrmals täglich – und laden alle davon Bewegten ein mitzumachen:

„Königin der Familie – du sorgst.“

Die Gesichter auf dem WIR-Foto erzählen davon, was unsere Begegnung und unser Beschluss in uns ausgelöst haben… Ja, es hat sich gelohnt. Und wir sind gespannt, wie/was das WIR bewegt

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