„Ich sehe Dich groß“ - Schönstatt-Familiencamp in Dietershausen

Frederik Schmitt. Zentrale Idee des Familiencamps ist es, ein viertägiges Zeltlager mit einem vielfältigen Programm für die ganze Familie zu verbinden. Da oftmals die ganz kleinen Kinder noch nicht Zelten können oder wollen, steht für jede Familie ein Zimmer im Schönstattzentrum zur Verfügung. So ist für jeden gesorgt. Neben einem umfassenden Kinderprogramm, welches sich an alle unterschiedlichen Altersgruppen der Kinder richtet, werden für die Ehepaare zwei Paarimpulse angeboten und für die ganze Familie gibt es Lobpreis, gemeinsame Aktivitäten und einfache auch Zeit zum Entspannen.

Ein Wochenende mit Abenteuerlust und Schwung

Schon beim Einchecken auf dem Gelände des Schönstatt-Zentrums spürte man Vorfreude und Abenteuerlust. Die Zelte wurden aufgebaut, die große zentrale Jurte hergerichtet – abends Dreh- und Angelpunkt für Lagerfeuer und Gitarrenklang. Nach dem gemeinsamen Abendessen und einem ersten Kennenlernen bei der Eröffnungsrunde am Kapellchen eröffnete das traditionelle Bobby-Car-Rennen das Camp-Vergnügen mit blitzschnellen Kinderflitzer. So begann das Familienwochenende bereits mit viel Schwung.

Upgrade für eine gelingende Beziehung

Der Freitag startete mit dem Morgenlob. Danach begann das Kinderprogramm mit einem Bogenschiess-Workshop und einer Erlebnisreise in einen Bienenstock. Währenddessen nahmen die Erwachsenen an der inspirierenden Ehepaar-Zeit „Upgrade yourself – Upgrade your life. Geheimnisse einer glücklichen Ehe“ von Eva-Maria und Franz Hohmann teil. Aufbauend auf den Erkenntnissen des amerikanischen Psychologen John Gottman*¹ erläuterten sie sieben Schlüssel für gelingende Beziehungen – von „Zuneigung ausdrücken“ bis „Konflikte und Pattsituationen konstruktiv lösen“.

Spiel - Lobpreis - Lagesfeuer

Am Nachmittag verwandelte sich der Sportplatz in ein Spielfeld für das traditionelle Kinder-gegen-Väter-Fußballturnier. In einem packenden Match rangen die Kids den Vätern einen hochverdienten 3 : 2-Sieg ab – Jubel, faire Handschläge und stolze Gesichter.

Einen spirituellen Höhepunkt markierte der Lobpreisabend im Kapellchen. Hier vereinten sich Stimmen, Instrumente und Gebete zu einem tiefen, berührenden Moment der Dankbarkeit. Danach trafen sich alle wieder in der Jurte zum stimmungsvollen Lagerfeuer mit Stockbrot.

Als Ehepaar pilgernd unterwegs

Nach kräftigendem Frühstück und Morgenlob eroberten die Kinder am Samstag das Vormittagsprogramm – diesmal bereichert durch einen Zauber-Workshop. Ein professioneller Zauberkünstler ließ Münzen verschwinden, Karten schweben und lehrte die jungen Magier erste Tricks. Zeitgleich machten sich die Erwachsenen mit Sr. M. Brigitt zu einem Ehepaar-Pilgerweg mit verschiedenen Impulsen und Stationen auf den Weg.

Neu in diesem Jahr: eine riesige Hüpfburg, auf der sich Kinder (und so mancher Papa) austoben konnten, solange die Energie reichte.

Am Nachmittag stand die große „Eube-Tour“ an. Zwei Routen führten durch die reizvolle Rhön: ein Wanderklassiker für Ausdauernde und ein Geocaching-Abenteuer für die Jüngeren, die mit GPS und Rätseln verborgene Schätze suchten.

Familie ist morgens Theater und abends Zirkus

Der Abend gehörte den bunten Familiendarbietungen, die von „Zirkusdirektorin“ Julia Götz moderiert wurde. Unter dem Motto „Familie ist morgens Theater und abends Zirkus“ brachte jede Familie ihr Talent auf die Bühne: Akrobatik und Jonglage, Liedbeiträge, Zaubertricks und Tanz-Einlagen – ein Feuerwerk der Kreativität, das für beste Laune, gerührte Augenblicke und tosenden Applaus sorgte. Natürlich klang auch dieser Tag am Lagerfeuer in der Jurte aus. Diesmal mit frischem Popcorn direkt vom Lagerfeuer und mit lautem gemeinsamen Gesang mit Gitarrenbegleitung.

Der Sonntag begann mit einem stimmungsvollen Weg-Gottesdienst bis ins Waldheiligtum mit Pfarrer Stefan Buß – Vögel zwitscherten, Sonne strahlte, Kinder beteiligten sich an den Fürbitten und spielten des Evangelium. Nach dem Angelusläuten stärkte ein letztes Mittagessen aus der Camp-Küche, bevor die Gemeinschaft in der Schlussrunde symbolisch das Camp schlossen. Besonders wurde hierbei Ehepaar Tamara und Andreas Honikel gedankt, welches sich seit vielen Jahren außerordentlich um das Familiencamp, seine Organisation und Durchführung verdient gemacht hat.

Ein solches Camp entsteht durch viele helfende Hände. Das Familiencamp 2025 war deshalb auch ein lebendiges Zeugnis für gelebte Gemeinschaft, Glauben und Freude – ein echtes Erlebnis für die ganze Familie. Und so hörte man am Ende oft den Ruf: „Auf Wiedersehen beim Familiencamp 2026!“

*¹ John Gottman ist US-amerikanischer Psychologe und Paar­forscher. Seine „Sieben Prinzipien für eine glückliche Ehe“ bildeten den roten Faden des Vortrags.

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